Die Untertitelung von Fernsehsendungen ist eine personalintensive Arbeit. Für eine Stunde Sendung benötigen wir das 10- bis 25-fache an Arbeitsleistung. SWISS TXT beschäftigt für alle drei Sendesprachen ungefähr 90 Untertitlerinnen und Untertitler, die sich etwa 40 Vollstellen teilen (Stand Herbst 2008). Wir arbeiten mit einem hohen Anteil an Teilzeitbeschäftigen, da sich unsere Aktivitäten auf das Abendprogramm konzentrieren.
Das Zeitalter der Untertitelung begann 1984 mit der Untertitelung der Übertragung des Papstbesuches in der Schweiz, damals nur in deutscher Sprache. Untertitelte Sendungen gab es zu jener Zeit nur sporadisch: im ganzen Jahr 1984 waren es 33 Stunden, was einer Abdeckung von 0,4 Prozent entsprach. In den Jahren darauf folgten die entsprechenden Dienste in französischer und italienischer Sprache. Zu Beginn der Neunzigerjahre kam mit der Tagesschau die erste täglich untertitelte Sendung hinzu. Trotz gleichbleibender Mittel seit Mitte der Neunzigerjahre, konnte die Anzahl Sendestunden kontinuierlich erhöht werden. Dies in erster Linie dank effizienterer Produktionsmittel und vermehrtem Austausch zwischen den Fernsehanstalten.
Das neue Radio- und Fernsehgesetz RTVG und die entsprechende Verordnung verpflichten die SRG, einen Drittel Ihrer Sendezeit zu untertiteln. Ende 2007 wurden dazu die Mittel zunächst für die französisch- und italienisch-sprachige Schweiz auf das Niveau der Mittel für die Deutschschweiz aufgestockt. Der Anteil der untertitelten Sendezeit betrug 2008 bereits 16,8 Prozent. Siehe Medienmitteilung der SRG SSR idée suisse.
Die Untertitelung wird durch die Fernsehgebühren finanziert. Bis ins Jahr 2010 steuert die Eidgenossenschaft über das Bundesamt für Sozialversicherungen zusätzlich Mittel bei. Gemäss Geschäftsbericht SWISS TXT 2007 betrug der Gesamtaufwand für die Untertitelung fast CHF 3,8 Mio. Die Mittel in den Folgejahren werden aufgestockt, um bis Ende 2010 einen Drittel des Fernsehprogramms zu untertiteln zu können. Lin